KW 18

2020KW18webAkkorden - voll mein Ding!
Ist das so? Sitze ich jetzt daheim und spiele alle Akkordeon-Notenschulen durch, die mich mein Musikerleben so begleitet haben? Übe ich mich durch die Orchesternoten? Höre ich einen Song im Radio und spiele ihn nach? Nein, eigentlich nicht. Ich mache Krisenmanagement, rege mich über manche Meinung auf, führe Zaungespräche, schreibe Elternbriefe. Ist Akkordeon trotzdem – voll mein Ding!? Manchmal kommen mir Zweifel.
Und dann fahren zwei Musikerinnen mit dem Auto vorbeifahren und rufen lauthals „Hallo“. Und da merke ich, dass mir das große Ganze fehlt. Ich sehne mich nach Veranstaltungen mit der ASD-Jugend, die dank unserer neuen Jugendleiterinnen gerade richtig anlaufen sollten, das wuselige Durcheinander einer Jugendhütte. Das kurze „Hey, was machst Du so?“, in der Wechselpause zwischen 2. und 1. Orchester. Mir fehlt der kurze Blick in unseren Raum am Mittwoch, wo immer der Stammtisch sitzt und seine Würstchen verspeist. Ein kurzes, „Lasst es Euch schmecken, seid ihr alle gesund?“
Mir fehlt das Musizieren mit meinem Orchester und mir fehlen vor allem meine Mit-Musiker*innen und die Gespräche nach der Probe. Ich hoffe sehr, dass alle durchhalten und viele genauso fühlen wie ich. Dann können wir gemeinsam wieder durchstarten.
… und jetzt pack ich doch das Akkordeon aus.

 

Virtueller Unterricht
Mittlerweile haben alle Ausbilder auf virtuellen Unterricht umgestellt und berichten von positivem Feedback. Natürlich ist das nur eine Notlösung, und sobald wie möglich wird wieder umgestellt, aber immerhin bleiben Ausbilder*innen und Musizierende so in Kontakt. Selbst die jüngsten, unsere Melodicakinder, senden ihrer Ausbilderin fleißig Filmchen zu. Vielen Dank an Ausbilder*innen, Kinder und Eltern. Zusammen sind wir stark – auch ohne direkten Kontakt.